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Strauss mit rosa Rosen

Compana schaut auf vier erfolgreiche Jahrzehnte zurück

Das Nürnberger Familienunternehmen Compana feierte im Dezember 2014 sein 40-jähriges Firmenjubiläum. Aus dem 1974 in Kassel gegründeten Startup ist heute ein international agierendes Spezialversandhaus im Printware-Sektor geworden. Compana blickt auf eine spannende, bewegte und erfolgreiche Unternehmensentwicklung zurück.

1974 – 1975: Firmengründung in Kassel
Vor 40 Jahren, am 05. Dezember 1974, gründete Heinz Trompeter sein eigenes Unternehmen – die heutige COMPANA EDV-Zubehör GmbH. Angefangen hat alles in Kassel – in einem Kinderzimmer ohne Kind: Hier hat der frisch gebackene Jungunternehmer Daten aus dem Einzelhandel erfasst und auf so genannten Lochkarten (Papier zur Datenerfassung) gespeichert. Im Jahr 1974 war die Welt der IT sehr überschaubar. Viele Unternehmen beauftragten einen Datenerfasser, der das nötige Equipment besaß, ihre Kunden-, Produkt- und Auftragsdaten auf so genannten Lochkarten oder Magnetbändern zu erfassen. Damals konnten Computersystemen ihre Eingabedaten ausschließlich über externe Speichermedien zugeführt werden. Aus dieser Dienstleistung entstand der Name des Unternehmens: COMPANA – Computeranalyse.

1975 – 1980: Neuer Firmensitz in Nürnberg brachte gute Geschäfte
Im Jahr 1975 übernahm Heinz Trompeter im Alter von 27 Jahren ein Datenerfassungs-Unternehmen in Nürnberg in der Comeniusstraße 8. Der Entschluss nach Nürnberg zu ziehen fiel Herrn Trompeter und seiner Familie nicht schwer, da schon immer der Traum bestand, im Süden Deutschlands zu leben. Zu dieser Zeit ahnte man noch nichts von der gigantischen Speicherkapazität heutiger Festplatten oder USB-Sticks. Magnetbänder in Tellergröße fungierten als Speichermedium, mit denen Unternehmen ihre Daten Großrechnern zuführten und archivierten. Für viele namhafte Unternehmen, wie Quelle, BAUR und dem „Mütterwerbedienst“ der Firma Ullrich aus Erlangen, wurden Kunden- und Produktdaten erfasst. Für den Nürnberger Pressevertrieb erfasste und speicherte COMPANA Presseretouren.
Mit dem Zuwachs der Kunden wurden im Laufe der Zeit einige Niederlassungen eröffnet. So wurden im Jahr 1980 in München und im Jahr 1981 in Hamburg Niederlassungen gegründet, in denen allein für die Deutsche Bundesbahn TÜV-Daten für Lokomotiven erfasst und analysiert wurden. So entwickelte sich COMPANA weiter und beschäftigte im Jahr 1981 bereits 160 Mitarbeiter. Im gleichen Jahr zog das Unternehmen in ein neues Firmendomizil in die Hainstraße in Nürnberg. Die neuen Räumlichkeiten boten genügend Platz, um neue Ideen zu verwirklichen. Im Jahr 1986 gründete Herr Trompeter zusätzlich eine Niederlassung in Erlangen, die für die Auslagerung der Datenerfassung für den „Mütterwerbedienst“ der Firma Ullrich zuständig war.

1985 – 1989: PC Revolution forderte zum umdenken auf
Die Informationstechnik der achtziger Jahre wurde durch den Personal Computer (PC) revolutioniert und das EDV Equipment wurde für Unternehmen immer erschwinglicher. Das führte ab Mitte der 80er Jahre dazu, dass die Datenerfassungaufträge zurück gingen. Viele Unternehmen wollen und können zwar nicht mehr auf Datenverarbeitung verzichten, aber der Trend in der EDV geht zur Datenerfassung und Teilverarbeitung durch intelligente Terminals am Entstehungsort der Daten. Auch die Automatisierung der Datenerfassung durch Software ließ die Datenerfassungsaufträge weiter schrumpfen. Dies brachte mit sich, dass wichtige Kunden des Unternehmens wegbrachen und Niederlassungen geschlossen wurden, was auch Mitarbeiterabbau nach sich zog. Wie konnte sich COMPANA gegen den Abwärtstrend stemmen?
Hier war Umdenken gefragt und so wurde der Grundstein für die heutige COMPANA EDV-Zubehör GmbH gelegt: Man konzentrierte sich jetzt auf den Verkauf von EDV-Möbeln, Druckern, Speichermedien und Twinax-Kabeln an Unternehmen. Ihre Produkte bot COMPANA in einem Versandkatalog an. Eigens zur Produktion dieses Kataloges wurde 1980 eine kleine Druckerei im Hause COMPANA integriert, in der gleichzeitig auch Kundendruckerzeugnisse produziert wurden. Mit 30 Faxgeräten wurde der Kontakt zu den Kunden von COMPANA hergestellt.

1988 – 1990: Neuer Geschäftsbereich – Computerschulungen unter dem Namen Co Train
Mit dem Einzug der PC’s in die Unternehmen wurde der Bedarf an computergeschulten Mitarbeitern sehr groß. Das erkannte COMPANA schnell und eröffnete neben dem Vertrieb von EDV-Zubehör ein Schulungscenter in den damaligen Büroräumen der Hainstraße in Nürnberg. Hier wurden fortan Mitarbeiter von Unternehmen und Umschüler der Bundesagentur für Arbeit in den Grundlagen des Betriebsystems Windows sowie in der Textverarbeitung mittels PC geschult.

1985 – jetzt: Soziales Engagement in Rumänien vor und nach der Wende
Soziales Engagement ist bei COMPANA fest verankert. Bereits zu Zeiten des „Eisernen Vorhangs“ war Heinz Trompeter regelmäßig in Rumänien und hat auf privater Initiative Hilfsgüter ins Land geschmuggelt. Insgesamt 15 LKW-Ladungen wurden von 1985 bis 1990 über die Grenze gebracht. Angefangen hat alles im November 1985 mit einer Radiosendung, die über die große Not der Siebenbürger-Sachsen in Rumänien berichtete. Darauf hin startete COMPANA ein kleines Projekt der christlichen Nächstenliebe und schickte drei Pakete pro Monat nach Rumänien. Bis zum Frühjahr 1986 waren es dann schon 60 Pakete, die jeden Monat eingepackt und verschickt wurden. Über den Transfer von speziellen Unternehmen kam dieser Dienst teuer und so kaufte COMPANA einen eigenen LKW und brachte Hilfsgüter zu Roma, die Heinz Trompeter als Barmherzigkeitsdienst mit Freunden und Förderern selbst begleitete. Bis heute entwickelte sich dieser Dienst zu einem „Dienst der Hilfe zur Selbsthilfe“ und hat bereits ein Waisenhaus, Kindergärten und viele soziale Zweige finanziert und unterstützt.
Durch die vielen Kontakte nach Rumänien und Ungarn ergab sich, das nach der Wende ein weiterer Standort in Ungarn, die  COMPANA Bossi, eröffnet wurde. Genau wie die Muttergesellschaft in Deutschland vertrieb das Unternehmen EDV-Zubehör. Bald schon wurde ein weiteres Unternehmen in Rumänien aufgekauft und aufgebaut – die COMPANA Portband. Beide Firmen wurden durch COMPANA saniert und nach dem Wiederaufbau an die Mitarbeiter übergeben.

2000 – jetzt: Neuausrichtung des Geschäftes im Internet Zeitalter
Seit Mitte der 90er Jahre wuchs das Internet immer schneller und gewann immer mehr an Popularität. Die Internet-Zugänge wurden günstiger und vor allem schneller. Dadurch wurde das Internet auch wirtschaftlich für Unternehmen immer interessanter. COMPANA eröffnete bereits im Jahr 1999 ihren 1. Webshop, um Eigenprodukte online anzubieten. Der Sohn des Firmengründers, Axel Trompeter, der sich immer mehr in den väterlichen Betrieb einbrachte, legte sehr viel Wert auf Benutzerfreundlichkeit. Im eigens programmierten Webshop wurden bereits damals Onlineservices, wie automatische Bestellbestätigung, Statusmeldungen sowie eine Trackingfunktion integriert. Heute hat sich COMPANA im Onlinehandel etabliert und ist eines der führenden Spezialversandhäuser im Printware-Sektor. Mit mehr als 250.000 Kundenkontakten zählt die Nürnberger Gesellschaft zu den erfolgreichsten EDV-Zubehör-Versendern.

Am 01. Januar 2012 übergab Heinz Trompeter das Firmenzepter an seine Schwägerin Karola Fischer, die seit dem das Unternehmen erfolgreich weiterführt. Axel Trompeters Stärken liegen im Softwaregeschäft. Er machte sich im Jahr 2012 mit seinem eigenen Startup, der Compana Software GmbH, selbständig. Sein Kerngeschäft ist die Programmierung einer Bewerbermanagement-Software, die er seither erfolgreich in der Personalbranche vermarktet.

Der ehemalige Geschäftsführer Heinz Trompeter blickt gerne zurück und erinnert sich an ein passendes Zitat: „Heute ist mir alles herrlich, wenns nur bliebe! Ich sehe heut durchs Augenglas der Liebe.“ J.W. Goethe.

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