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Knapp fünfzig Kunden haben im Flugzeug Platz genommen, als das Licht ausgeht und das Key-User Summit endlich beginnt. Wir befinden uns nicht wirklich in einem Flugzeug, aber Flugmetaphern dominieren in diesen beiden Tagen die Veranstaltung in den Design Offices Frankfurt. Axel Trompeter ist weder Naturfotograf noch -Forscher, auch kein Tierpfleger. Trotzdem kreist die Opening Keynote des Compana-Geschäftsführers um Gänse. Es wird das ungewöhnlichste Thema bleiben – und gleichzeitig der inhaltlich stärkste KUS18-Moment. Das zeigt die digitale Auswertung der Teilnehmer-Rückmeldungen. Laut dieser Auswertung erhielten allerdings auch alle weiteren Inhalte und Workshops zu technischeren, visionären und Trend-Themen gute bis sehr gute Noten (siehe Ende des Beitrags).

Haben sich die Gänse ins Recruiting verflogen?

Gänse brechen in neue Gefilde auf, wenn es noch gar nicht nötig scheint. Das ist Grundschulwissen und doch bedeutet es im Zusammenhang des Summits mehr. Compana will sich an den Zugvögeln ein Beispiel in Sachen Zukunftsorientierung nehmen und möchte das nicht alleine tun, sondern gemeinsam mit seinen Kunden. Auch Gänse fliegen nicht alleine, sondern sparen durch die V-Formation etwa ein Drittel ihrer Kraft. Alleine würden sie den Weg gar nicht schaffen. Die Wertschöpfung der Vögel füreinander ist damit enorm.

Dabei fällt auf, dass die formationsanführenden Vögel still sind, während sich die nachfolgenden dagegen sehr laut verhalten. Manche Wissenschaftler gehen davon aus, dass diese die anführenden Vögel anfeuern. Eine unglaubliche Wertschätzung. Verblüffend ist die Lernbereitschaft der Gänse. Verlieren sie Gruppenmitglieder, zum Beispiel beim Flug durch Offshore-Anlagen, umfliegen sie diese im Folgejahr. Um Energie zu sparen, lernen sie neue Wege. So umfliegen sie manchen Gebirgszug nicht mehr, sondern folgen Straßen, weil sie gelernt haben, dass sie so mit geringerem Aufwand schneller ans Ziel kommen.

Gänse erwerben im Laufe ihres Lebens die Fähigkeit, Magnetfelder zu sehen. Diese erfahrenen Vögel übernehmen dann die Verantwortung, den Schwarm zu führen. Und die Jüngeren müssen darauf vertrauen, dass der Weg stimmt, auch wenn sie das Orientierungssystem noch nicht erkennen. (Hören Sie sich hier die gesamte Eröffnung an und blättern Sie weiter unten durch die Keynote.)

 

Interessant ist die letzte Vokabel, die Trompeter am Beispiel der Gänse erklärt: Güte – hat man schon länger nicht mehr gehört. Schon gar nicht in einem Unternehmen. Güte steht einerseits für hohe Qualität, die in einer Geschäftsbeziehung unerlässlich ist. Die andere Komponente ist sehr warm. Auch bei den Gänsen: Wenn eine krank oder geschwächt zu Boden geht, dann bleiben zwei gesunde Vögel bei ihr, bis sich diese wieder erholt hat oder verendet. Erst dann schließen sie sich einem neuen Schwarm an.

 

Analoges Vorzeichen für Digitalisierungsthemen

Mit diesem Intro möchte Trompeter sein Softwarehaus selbstverständlich weder als erbarmungswürdig verendendes noch als Leit-Tier platzieren. Es ist auch keine Andeutung einer Änderung des Firmenprofils oder Produktportfolios. Diese Keynote ist als Vorzeichen gedacht. Die zugrundeliegenden Werte, die im gesamten Compana-Team erarbeitet wurden, sollen für alle gelten, mit denen Compana in Verbindung steht. Wo lässt sich das außerhalb der Compana-Sitze in Feucht und Köln besser leben als auf dem Summit.

Der Blick zurück

Gleich im Anschluss visualisiert die Stellvertretende Geschäftsführerin Martina Lucht die Reise der Compana seit dem letzten Summit (Hier geht’s zum Rückblick auf KUS17) anhand eines Flugplans. Lucht fordert alle Teilnehmer/-innen auf, einen Papierflieger zu falten und sich an dem Punkt der Themenwolke zu platzieren, die für sie am intensivsten war.

An welchem Punkt gab es die stärksten Überschneidungen?

Dabei wird klar, dass zum Beispiel das leidige Thema DSGVO-konformes Recruiting einen der Spitzenplätze erreicht. Ebenfalls vorne mit dabei: Jobs 2.0, die Weiterentwicklung der Fragebogen-Applikation (für die automatisierte Nachqualifizierung von Bewerberprofilen) oder die Optimierungen im Jobsmodul (Multi-Channel-Posting von Stellenanzeigen).

Teilnehmer/-innen platzieren ihren Flieger auf dem Compana-Flougrouten-Plan KUS17 bis KUS18.

Digitalisierung, das Baby mit dem Bart

Das nach vorne gerichtete fachlich dominierende Event-Thema ist Digitalisierung. Für manche mag es einen Bart haben. Unser Eindruck ist aber, dass der Gesprächsbedarf in der Mitte der Recruiting-Branche noch immer erheblich ist. Dass das Thema auch hier beim Summit brandaktuell ist, zeigen die Reaktionen auf Axel Trompeters Digitalisierungs-Keynote und Dino Sannas Ergänzungen zu Recruiting Trends.

Trompeter ermutigt die Teilnehmer/-innen visionär zu denken und mit Compana gemeinsam Digitalisierungsschritte zu entwickeln und zu gehen. Die einzigen drei Dinge, die Digital Leader von digital weniger gereiften Unternehmen und Führungskräften unterschieden, seien:

Digital Leader WOLLEN Digitalisierung, sie KÖNNEN Digitalisierung und – der banalste wie wichtigste Punkt – sie MACHEN Digitalisierung.

Speed-Workshopping, halb so lange, doppelt so oft

 

KUS18 Agenda. Flugmetaphern und -analogien dominieren das Summit. Auch die Raumnamen sind an das Motto angepasst.

Auch bei den Workshops spielen Digitalisierungsthemen eine Rolle, genauso wie Trendthemen, aber auch die Weiterentwicklung und Kundenwünsche im Bezug auf persoprofiler, der Software-Recruiting-Kompetenz, die vom Compana-Team im sechs-Wochen-Rhythmus ein neues Release erhält. Die Workshops hatten die Teilnehmer im letzten Jahr als Veranstaltungsstärke identifiziert und sich mehr davon gewünscht.

Um dem Wunsch nachzukommen, wurde die Workshop-Anzahl verdoppelt (vier pro Tag), dafür die Dauer halbiert. Das Speedworkshopping sorgt so auf jeden Fall für rauchende Köpfe. Dass es trotzdem funktioniert, zeigen die Rückmeldungen (Auswertung am Beitragsende). 2019 werden die Workhops daher vermutlich wieder ein ähnliches oder das gleiche Format haben.

Intensiv für die Teilnehmer: 8 Mal 20 Minuten Workshops an zwei Tagen.

Service Design – mehr als “Nice to have”

Ganz gleich, ob wir eine Dienstleistung oder ein Produkt anbieten, ganz gleich ob digital oder analog –Dienstleistung oder Produkt richten sich immer an jemanden. Damit das Angebot funktioniert, muss in erster Linie versucht werden, denjenigen zu verstehen, an den sich das Angebot richtet. Dann muss es so ausgestaltet werden, dass derjenige das Angebot gerne und im Optimalfall wiederkehrend nutzt. Das Prinzip hilft Nutzern und damit logischerweise dem Anbieter selbst. Mit dieser Perspektive bringt Andreas Fehr (insertEFFECT) einen entscheidenden Aspekt ein, der im bloßen Alltags-Machen leider sehr oft untergeht. Die Konsequenz ist aber, dass Unternehmen in der Regel nicht den großen Wurf landen können, wenn sie diesem Aspekt keine hohe Priorität einräumen. Das gilt auch beim Thema Mobile Recruiting.

Andreas Fehr – insertEFFECT

Wir danken Andreas und insertEFFECT dafür, dass wir hier die Keynote und den Vortragsmitschnitt (weiter oben) zur Verfügung stellen dürfen. Darüber hinaus finden Sie in unserem Blog auch ein ausführliches Interview mit Fehr zum Thema Service Design und Mobile Recruiting.

 

 

Gute Impulse, gute Stimmung

Das bisschen Eis, das durch das “Gänse-Vorzeichen” noch nicht gebrochen war, schmilzt spätestens beim Teamevent nach dem Abendessen des ersten Tages. Acht Teams sollen an ihrem Tisch aus Kisten voller alter Föns, Glitzer-Windräder, Gaffatape-Rollen, Holzstücke, Batterien, Büchern, Schalter, Eisenbahnen und anderen Sperrmüllkostbarkeiten eine Impulskette bauen, die an den Nachbartisch anschließt. Das Ende der Impulskette ist eine Konfettikanone. Ja, sie geht am Ende (irgendwie) hoch. Ja, es gibt eine Menge unglaublich kreativer Impulse, an den Tischen und auch zwischen den Teamteilnehmern. Und ja, es macht irre Spaß. Danke an das Team um Alexandra Scheinost von bitou für das geniale Event. Der Abendausklang bei Bier und Hauswein in loungiger Atmosphäre ist wohlverdient und unglaublich entspannt.

Acht Gruppen bauen je vier Impulse. Am Ende geht eine Konfettikanone los. Bääm – Ein Knaller für die Laune.
Nach dem Vergnügen die Entspannung in loungiger Atmosphäre vor der Frankfurter Skyline.

Auf Wiedersehen beim KUS19!

Ihr Feedback macht uns dankbar und zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben in einigen Punkten Optimierungsbedarf wahrgenommen. Zum Beispiel was die Raumgröße angeht (wir planen für 2019 größer). Wir freuen uns aber natürlich auch sehr über Ihre überwiegend positiven Rückmeldungen wie “Rundum perfekt”, “Weiter so”, “Das Gesamtpaket war super”, “Das Beste war die Mischung aus Inspiration, Praxisbezug und Innovation” und möchten Sie jetzt schon einladen, sich den 24. und 25. September 2019 zu blocken (der Termin steht noch nicht 100%ig). Schließen auch Sie sich mit Ihren Mitarbeitenden dem Zugvogelschwarm an! Wir freuen uns jetzt schon auf Sie und die gegenseitige Inspiration!

Feedback-Auswertung.

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